Persönliche Werkzeuge

Modellflugverein Reinickendorf e.V.

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Bild:Spannweite.png2219mm  Bild:Laenge.png 1198mm  Bild:Gewicht.png 4300gr.  Bild:Antrieb.png DYMOND HQ 4252 Bild:Schraube.pngMenz 17 x 8  Bild:Akku.png 5s 4000mAh

Junkers F 13

Der Autor gibt sich die Ehre, das Vorwort.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen beschloss ich, ein Junkers-Flugzeug mit richtiger Wellblechbeplankung zu bauen. Meine Wahl fiel auf eine "Junkers F13" im Maßstab 1:8, dass ergibt dann eine Spannweite von 2219mm und eine Länge 1198mm. Das wird ein ganz schöner Brummer!

Die F13 ist unter der Leitung des damals 34-jährigen Otto Reuter entwickelt worden und flog erstmals 1919. Es war das erste Ganzmetall-Passagierflugzeug der Welt - ein Meilenstein im Flugzeugbau. Es konnten vier Passagiere in der geheizten Kabine platz nehmen. Die beiden Piloten saßen vorn im Freien – sie brauchten das Gespür für den Fahrtwind. Das Flugzeug kam mit Rädern, Schwimmern oder Kufen zum Einsatz. Es wurden 322 Maschinen gebaut und in aller Welt geflogen.
Das Wrack eines solchen Typs stand einige Zeit im Technikmuseum in Berlin. Es war 1933 in Kanada verunglückt und im Jahre 1981 geborgen worden. Das Technik-Museum will dieses Flugzeug mit anderen Wrackfunden ergänzen und in Ungarn wieder aufbauen lassen.  

 


Das Wellblech im Eigenbau.

Die größte Herausforderung bestand für uns in der Herstellung und Bearbeitung des Wellbleches.

Dazu wurden umfangreiche Recherchen und Versuche von meinem Mitstreiter Uwe durchgeführt. Das Ergebnis - 0,07mm Glattblechblech von Modulor und Drücke zwischen zwei Matrizen mit dem Nudelholz.

 

 

Die Wellblechmaschine, zwischen oberer und unterer Matrize wird das Blech in die Wellen und Täler gedrückt.
 

 

Das Problem mit dem Wellblech hat Jens Dumoulin im Internet und auch in der FMT 11/2013 beschrieben.

Außerdem haben wir in den Herbstferien 2013 das Dessauer Junkers-Museum besucht, um dort mit den Flugzeugbauern über unser Vorhaben zu diskutieren. Im ehemaligen Junkers-Werk wird eine F13 als statisches Model nachgebaut. Wir bekamen viele gute Hinweise und konnten auch viele Details studieren und natürlich viele Bilder machen - vielen Dank nochmals. Um das Wellbleche leichter an Kurven und Rundungen anpassen zu können, wird es im Backofen in der Küche bei 250 Grad Celsius spannungsfrei „geglüht“.

Die erste (rechte) Hälfte des Höhenleitwerkes.


Zwischendurch, das Fahrwerk.

Jetzt war es notwendig eine Lösung für das sehr eigenwillige Fahrwerk zu finden.

Dazu erfolgte ein Besuch im Technik-Museum in Berlin.

 

 

Beim Original müssen die Räder bei Start und Landung gewackelt haben wie ein Lämmerschwanz.


Alles über den Rumpf.

Das Model wird in ganz konventioneller Holzbauweise ausgeführt.

Dazu wurden CAD-Zeichnungen nach einem Dreiseitenriss von Wolfgang Zähle (Rippen, Gurte und Spanten vom gesamten Flieger) angefertigt. Diese Zeichnungen wurden dann ausgedruckt und mit einem UHU-Stick auf das Balsa - oder Sperrholz aufgeklebt. Danach wurde alles sauber mit einer Dekupiersäge ausgeschnitten und Verschiffen.

 

 

Die Form des Rumpfes machte den Aufbau auf einer Helling erforderlich.
 

 

Langsam nähert man sich der Blechbeplankung, aber nicht bevor ein fester Untergrund dafür geschaffen wurde.
 

 

In dem Fall ist es eine Holzbeplankung aus 1,5mm weichem Balsaholz und auch der Einstiegsbereich bekommt langsam ein Gesicht.


Zwischenmahlzeit

Es wird Zeit sich Gedanken über den Innenausbau zu machen, hier nun die Originale Armaturentafel der Junkers F-13.
 

 

Und das ist das vorläufige Ergebnis, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange!
 

 

Platz ist in der kleinsten Hütte also auch im Innenraum der Kabine.


Die Tragfläche

Der gut bewährte Rippensatz.
 

 

Mit 1,5mm weichem Balsaholz wurde die Fläche nun schon beplankt. Auch das Querruder wurde bereits angeschlagen und ist mit der Aluminiumfolie an den Rändern versehen worden.
 

 

Nun ist auch das Wellblech an seinem Platz und die Fläche fast fertig.


Kurz mal was zum Leitwerk

Viel Arbeit von der man am Modell später nicht viel sieht, aber dennoch sehr filigran ausfällt.
 

 

Und das Ergebnis, das gesamte Höhenleitwerk.
 

 

Das die Junkers F13 auch über ein Seitenleitwerk verfügt steht außer Frage, hier noch der Rohbau ohne Wellblech und Farbe.
 

 

Und da haben wir das Ergebnis!

Was so einfach aussieht ist bei genauerem Hinsehen gar nicht so einfach, wenn man an das zu lackierende Wellental denkt.


Es ist vollbracht!

Nachdem Uwe die Tragfläche, nach dem Beplanken, für zu Schwer befunden hat und diese sich im Neuaufbau befand, ging es erst einmal mit dem Rumpf weiter.
 

 

Zur Erinnerung!
 

 

Hierbei handelt es sich um keine Nachkolorierung des vorherigen Bildes, es ist das fertige Modell!



Was nun noch fehlt ist der anstehende Erstflug und dafür drücken wir ganz fest die Daumen!


Die Testpiloten wären dann soweit! Bild:HP-F13-Fertig.5.jpg
 

 


Holm - und Rippenbruch!